Feldphase nach den Sommerferien:
Nach den Sommerferien beginnt die Feldphase bewusst anders als der gewohnte Schulalltag: Der Lernort verlagert sich für die ersten drei Wochen in den Wald und damit auch viele gewohnte Strukturen. Die Kinder finden sich regelmäßig in Zufallsgruppen zusammen, sodass sie immer wieder mit unterschiedlichen Mitschülerinnen und Mitschülern zusammenarbeiten. Dadurch entstehen neue Dynamiken, eingefahrene Rollen lösen sich auf und jedes Kind ist gefordert, sich aktiv einzubringen.
Im Mittelpunkt steht dabei die Eigenverantwortung der Schülerinnen und Schüler. Viele Aufgaben und Herausforderungen werden bewusst offen gestaltet, sodass die Kinder eigene Lösungswege entwickeln müssen. Ob beim Bauen, Planen oder Organisieren: Sie entscheiden gemeinsam, wie sie vorgehen, treffen Absprachen und tragen die Verantwortung für ihr Handeln.
Konflikte und Schwierigkeiten gehören dabei ganz selbstverständlich dazu. Ziel ist es jedoch, dass die Kinder lernen, diese möglichst selbstständig zu klären, indem sie miteinander sprechen, Perspektiven austauschen und Kompromisse finden. Die Lehrkräfte halten sich bewusst im Hintergrund und greifen nur unterstützend ein, wenn es wirklich notwendig ist.
So entsteht ein Lernraum, in dem die Kinder nicht nur fachliche, sondern vor allem soziale Kompetenzen weiterentwickeln: Sie erleben, dass Zusammenarbeit keine Vorgabe von außen ist, sondern eine Voraussetzung dafür, gemeinsam erfolgreich zu sein.

